Sozialökologischer Umbau

Die Klimakrise trifft auch Dachau. Die Stadt ist stark versiegelt und kaum auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet. Viel zu heiße Böden im Sommer und zu wenig Schatten und kühle Plätze an heißen Tagen sind gerade für ältere Menschen, Kinder und Menschen, die in der Hitze arbeiten müssen, lebensgefährlich. Gleichzeitig nehmen Extremwetterereignisse in Bayern und Dachau zu.

Ich will eine Stadtpolitik umsetzen, die Emissionen vermeidet, das Klima schützt und auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet ist. Meine Vision: eine klimafreundliche Stadt, die für alle lebenswert ist – nicht nur für die, die sich Klimaschutz leisten können.

Klimaneutralität sofort – und zwar sozial gerecht

Dachau müsste längst klimaneutral sein. Das CO2-Budget Deutschlands, um das 1,5 Grad-Ziel einzuhalten ist bereits aufgebraucht. Mit einem städtischen Investitionsprogramm für Gebäudesanierungen, einer nachhaltigen kommunalen Wärmeplanung, dem Ausbau von erneuerbaren Energien und einem starken ÖPNV will ich Klimaneutralität erreichen. Gerecht, sozial und für alle bezahlbar. 

Ich setze mich ein:

  • für mehr eigene Energieproduktion mit Wind, Sonne und Wärme.
  • für städtische Wind- und Solarparks in öffentlicher Hand.
  • für eine Solarpflicht für Neubauten und öffentliche Gebäude und eine Nachrüstungsstrategie für bestehende Gebäude.
  • für ein faires Förderprogramm für Gebäudesanierung, damit Sanierungskosten nicht auf die Mieter*innen umgelegt werden.
  • für eine Priorisierung der Leerstandsnutzung über Neubauten.
  • für einen kommunalen Bauwende-Plan, der soziale Gerechtigkeit und Klimaneutralität zusammenbringt – für ein gutes Zuhause und eine lebenswerte Zukunft für alle.

 

Hitzeschutz, Anpassung und Naturerhalt  statt einer Steinwüste Dachau

Die Folgen der Klimakrise sind vor allem im städtischen Raum zu spüren. Starke Hitze in den versiegelten Straßenzügen, wenig Frischluft, überlastete Kanalisationen bei Unwetter. Menschen mit geringen und mittleren Einkommen treffen die Folgen oft zuerst. 

Ich will Dachau umbauen: ökologisch, sozial gerecht und vorausschauend.

Ich setze mich ein:

  • für einen flächendeckenden Ausbau von öffentlichen Trinkwasserstellen.
  • für ausreichend schattenspendende Maßnahmen und flächendeckende Begrünung von Straßenrändern, Fassaden und Dächern mit hitzeresistenten Pflanzen.
  • für echten Artenschutz bei Bauvorhaben, gegen öffentliche Bauprojekte, die Lebensräume gefährden und für einen Bebauungsstopp von Biotopen – ohne Ausnahmen.
  • für Maßnahmen gegen neue Versiegelung, z. B. durch eine städtische Entsiegelungsoffensive, eine Beteiligungskampagne für Entsiegelungsideen und die Verdoppelung von Ausgleichsflächen, falls Versiegelung unvermeidbar ist.
  • für einen besseren Umgang mit der Ressource Wasser, durch eine vorausschauende Wasserstrategie, verbindliche Wasseranalysen für Großverbraucher*innen, starke Grenzen bei der industriellen Wassernutzung und die bessere Nutzung von Regenwasser.
  • für renaturierte Ufer statt Betonmauern und die Sicherung von Rückhalteflächen in Zusammenarbeit mit dem Landkreis und für die Hochwasservorsorge bei neuen Bauprojekten.

 

Klimagerechtigkeit – global denken, lokal handeln

Die Klimakrise trifft nicht alle Menschen gleich. Auch in Dachau trifft sie vor allem Menschen mit geringen oder mittleren Einkommen, Alleinerziehende oder ältere Menschen. Ich setze mich für eine Klimapolitik ein, die für alle gerecht und zugänglich ist. Fehlende Ressourcen und Mittel sollen nicht dazu führen, dass Menschen unter den Folgen der Krise leiden müssen. Auch denke ich Krise international und denke an unsere Partnerstädte.

Ich setze mich ein:

  • für eine Unterstützung unserer Partnerstädte in Fragen der Klimaanpassung und des Klimaschutzes.
  • für eine Ausweitung des Partnerstädteprogramms, vor allem auf Städte im globalen Süden, um diese zu unterstützen.
  • für neue Parks und Gemeinschaftsgärten im ganzen Stadtgebiet.
  • für einen konsequenten Einbezug von Klimagerechtigkeit in alle Felder der Stadtpolitik.
  • für einen Bürger*innenrat mit wissenschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Begleitung, um Klimaschutz und Klimaanpassung demokratisch zu gestalten.
  • für einen halbjährlichen Austausch zu Klimaanpassung und Klimaschutz des*der Oberbürgermeister*in mit Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Energieversorgung demokratisch, ökologisch und günstig gestalten

Energie ist essenziell für Menschen und Wirtschaft. Wir wollen sie demokratisch verwalten, mit echter Mitbestimmung für die Stadtgesellschaft. Energieversorgung muss in die öffentliche Hand überführt werden, so kann sie bezahlbar und klimaneutral werden.

Ich setze mich ein:

  • für ein kostenloses Strom-Grundkontingent für jeden Haushalt.
  • für ein Verbot von Stromsperren; niemand darf wegen unbezahlter Rechnung vom Netz getrennt werden.
  • für faire Flexpreise, die Börsenkurse authentisch reflektieren – ohne unverhältnismäßige Gewinnmargen, sodass jede*r motiviert ist, Strom dann zu nutzen, wenn er klimafreundlich erzeugt wird.

Kostenloses, pflanzliches Essen – für Umwelt, Tierwohl und Zukunft

Unsere Ernährungsgewohnheiten resultieren in Tierleid, klimaschädlichen Emissionen und Umweltzerstörung. Das muss aufhören! 

Ich möchte eine sozial gerechte, nachhaltige und pflanzenbasierte Ernährungswende fördern, in der Stadt und den öffentlichen Einrichtungen. In unserer Stadt soll Massentierhaltung keinen Platz mehr haben, aber alle sollen Zugang zu gesunden und warmen Mahlzeiten haben.

Ich setze mich ein:

  • für ein veganes Angebot in städtischen Einrichtungen – mit mindestens einem kostenlosen Gericht täglich.
  • für die Förderung pflanzenbasierter Gastronomie.
  • für vegane Ernährungsworkshops und Pilot‑Projekte an Bildungseinrichtungen.

Ganzheitlicher Tierschutz

Eine nachhaltige und ökologische Stadtverwaltung und Planung müssen den Tier-, Arten- und Naturschutz beinhalten. Das will ich konsequent umsetzen, im Stadtrat und in der Verwaltung.

Ich setze mich ein:

  • für eine Stadtverwaltung, in der keine tierischen Produkte (z. B. Leder) genutzt und eingekauft werden.
  • für eine stärkere Unterstützung von Tierwohlorganisationen in Dachau und Umgebung.
  • gegen eine Nutzung von kommunalen Flächen durch Shows, in denen Tiere als Attraktion genutzt werden.
  • für ein Verbot von tierausbeutenden und tierschädigende Praktiken (Tauben freilassen, Reis werfen) bei Standesämtern und in städtischen Veranstaltungsräumen.
  • für ein Böllerverbot im gesamten Stadtgebiet.
  • gegen die Ausbeutung von Tieren bei Veranstaltungen.
  • für die Einrichtung einer Tiertafel für Menschen, die sich Tierfutter nicht leisten können.
  • für die Einrichtung eines kommunalen Härtefallfonds zur Unterstützung von Menschen ohne oder mit geringem Einkommen bei hohen Tierarztkosten.