Gute Arbeit
Gute Arbeit ist ein Schlüssel zu einem solidarischen und selbstbestimmten Leben. Arbeit darf nicht krank machen – gesunde Arbeit braucht Tarifbindung, Personalbemessung und Mitbestimmung. Der Niedriglohnsektor, Befristungen, schlechte Arbeitsbedingungen und Leiharbeit fördern Überlastung im Job.
Der Fachkräftemangel ist inzwischen allgegenwärtig. Die Arbeitsbedingungen müssen sich ändern. Produktives Arbeiten bis zur Rente ist nur mit stärkerer Entlastung, besserer Vereinbarkeit von Arbeit und Leben und mehr Mitbestimmung möglich. Wir wollen demokratische Rechte im Betrieb, ebenso wie in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen, stärken. Beschäftigte erwarten zu Recht, dass ihre Arbeit zu ihrem Leben passen muss. Das ist auch volkswirtschaftlich vernünftig.
Auch auf kommunaler Ebene müssen die Arbeiter*innen gehört und ihre Anliegen umgesetzt werden. Wir wollen einen starken Austausch mit ihnen und den Interessensvertretungen fördern und führen und ihre Anliegen umsetzen.
Arbeit und Ausbildung
Gute Löhne und Arbeitsbedingungen sowie eine qualifizierte Ausbildung sind das beste Mittel gegen Personal- und Fachkräftemangel. Die öffentliche Verwaltung muss hier mit gutem Beispiel voran gehen und gleichzeitig lokale Unternehmen, die tarifgebunden beschäftigen und ausbilden, stärken sowie beim Wandel unterstützen.
Ich setze mich ein:
- für die Schaffung guter Arbeitsplätze durch die Große Kreisstadt Dachau.
- für sichere, tarifgebundene Beschäftigungsverhältnisse und gegen Leiharbeit.
- für eine Ausbildungsoffensive in der städtischen Verwaltung und in den Beteiligungsunternehmen.
- für eine Verbesserung der Tarifbedingungen für kommunale Beschäftigte.
- für starke Personal- und Betriebsräte sowie starke Jugend- und Auszubildendenvertretungen und eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit diesen.
- gegen Subventionen an Unternehmen ohne Tarifbindung.
- für die Rückführung von ausgelagerten Dienstleistungen in die kommunale Verantwortung.
- für eine starke Inklusion in der Großen Kreisstadt Dachau (z.B. durch Job Carving).
- für die garantierte Übernahme von Auszubildenden bei der Stadt und in städtischen Betrieben nach ihrer Ausbildung.
- für ein kostenloses und niedrigschwelliges, mehrsprachiges, arbeitsrechtliches Beratungsangebot der Stadt für Beschäftigte.
- für die Einführung eines kommunalen Programms und einer kommunalen Beratungsstelle gegen Mindestlohnbetrug und prekäre Beschäftigungsverhältnisse, die an zuständige Behörden und Stellen weitervermittelt.
- für die Einführung eines kommunalen Programms und einer kommunalen Beratungsstelle gegen Union Busting, die an zuständige Behörden und Stellen weitervermittelt.
- für eine Vergabe von städtischen Aufgaben nur an Firmen, die einem Tarifvertrag unterliegen.
- für ein städtisches Tarif-Register, das umfasst, welche mit der Stadt kooperierenden Unternehmen einem Tarifvertrag unterliegen.
- gegen sogenannte lange Einkaufsnächte sowie offene Sonntage auf Kosten der Beschäftigten.
- für eine Reduzierung der regulären Wochenarbeitszeit von städtischen Angestellten und Beamt*innen auf 32 Stunden (4-Tage-Woche) bei vollem Lohnausgleich.
Wirtschaft
Ich will eine Wirtschaftspolitik für die Mehrheit, die breiten gesellschaftlichen Wohlstand schafft und von der nicht nur einige Superreiche profitieren. Dazu brauchen wir verlässliche Infrastruktur, ausgebildete Fachkräfte und hohe Menschenrechts- und Umweltstandards.
Wir brauchen einen zügigen und grundlegenden Umbau der Wirtschaft: Unsere Produktions- und Lebensweise muss klimaneutral werden, Innovation muss gefördert und Beschäftigte in ihrer Mitbestimmung gestärkt werden.
Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit sind für mich untrennbare Kernkomponenten einer Wirtschaftspolitik die langfristig und nachhaltig allen Dachauer*innen zugutekommt.
Ich setze mich ein:
- für eine Ansiedlung von Firmen, die mindestens teilweise in der Hand der Beschäftigten sind.
- für die Nutzbarmachung leerstehender Gewerbeflächen.
- für Ansiedlungen von Firmen, die nachhaltig produzieren oder nachhaltige Vorgängerprodukte beziehen; hierfür muss von den Firmen ein regelmäßiger Nachweis erbracht werden.
- für einen Vorzug bei der Ansiedlung von Firmen, die einem Tarifvertrag unterliegen und auf Leiharbeit und prekäre Beschäftigungsverhältnisse verzichten.
- für ein umfassendes Beratungsangebot der Stadt für lokale Firmen zur Steigerung des ökologisch nachhaltigen Wirtschaftens.
- für eine Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe in Absprache mit Nachbargemeinden; so werden Transportwege minimiert und Emissionen reduziert.
- für einen stärkeren Einbezug der Gewerkschaften bei wirtschaftlichen Entscheidungen. Die Stadt soll Gewerkschaften frühzeitig in wirtschafts- und standortpolitische Entscheidungen einbinden.
- für die Einführung eines kommunalen Gewerbemietendeckels, der kleine Unternehmen, lokale Betriebe und soziale Initiativen vor Verdrängung zu schützt.
- für die Förderung kommunaler Gewerbehöfe, in denen kleine Unternehmen, kulturelle und soziale Projekte zu fairen Mieten angesiedelt werden.
- für ein kommunales Lobbyregister von städtischen Angestellten sowie Stadträt*innen und Bürgermeister*innen, in welchem Treffen mit Wirtschaftsvertreter*innen und Interessensvertreter*innen transparent erfasst werden.
- für kommunale Beiräte im Bereich Arbeit und Soziales, in denen Gewerkschaften und Beschäftigte vertreten sind.






