Gute Gesundheit
Eine grundsätzliche Reform des Gesundheitswesens ist dringend notwendig. Auch in Dachau wird die Situation kritischer: monatelange Wartezeiten für Facharzttermine sind die Regel, die Nachfrage nach Therapieplätzen übersteigt das Angebot bei weitem und immer weniger Leistungen werden von den Krankenkassen übernommen.
Dies trifft einige Bevölkerungsgruppen überproportional: Wer arm ist, stirbt im Durchschnitt früher, wird häufiger schwer krank oder pflegebedürftig. Schuld daran sind u. a. schlechte Arbeits- und Wohnbedingungen, prekäre Lebensverhältnisse, eine mangelhafte Förderung von Prävention und gesunden Lebensweisen, aber auch unzureichender Zugang zu medizinischer Behandlung.
Gesundheitsfürsorge darf kein Luxus sein!
Gesundheit für alle
Eine privatisierte und auf Gewinn ausgerichtete Gesundheitsversorgung und eine Zwei-Klassen-Medizin lehne ich ab. Alle Dachauer*innen benötigen Zugang zu guter Versorgung.
Ich setze mich ein:
- für die Überführung der Krankenversorgung in öffentliche Hand.
- für einen flächendeckenden Zugang zu medizinischen Behandlungen, auch in schwierigen Lebenslagen wie Erwerbs- oder Wohnungslosigkeit u. a. durch ein mobiles Behandlungsangebot.
- für Präventions- und Gesundheitsförderungsprogramme an Schulen und städtischen Bildungseinrichtungen, durchgeführt von unabhängigen Fachstellen.
Drogenpolitik
Ein Verbot von Drogen reduziert weder den Drogenhandel noch senkt es wirksam den Konsum. Viele Probleme entstehen erst durch die Kriminalisierung, etwa Gesundheitsschäden durch Verunreinigungen, der soziale Absturz von Menschen mit Suchtproblemen und die Förderung der organisierten Kriminalität. Zugleich bindet die staatliche Repression erhebliche finanzielle Mittel.
Ich setze mich ein:
- für einen regelmäßigen Drogenbericht über die Situation in Dachau zur Entwicklung geeigneter Maßnahmen zur vorurteilsfreien Aufklärung.
- für den Ausbau und die Förderung des Spritzentauschprogrammes und sichere, flächendeckende Abgabestellen von Spritzbesteck.
- für die Schaffung von sicheren Konsumräumen und Aufklärungsangeboten.
- für die Schaffung eines breiteren Netzes an Suchtberatungsstellen sowie therapeutischen Maßnahmen zur Wiedereingliederung von Suchtkranken.
- für eine stärkere Zusammenarbeit mit Drobs e.V. Dachau.
- für kostenloses Drugtesting zur Gesundheitsvorsorge.
Psychische Gesundheit
Immer mehr Menschen leiden an psychischen Beschwerden. Burnout, Depressionen und Angststörungen betreffen alle Bevölkerungsgruppen, oft bereits im Kindes- oder Jugendalter. Hier besteht dringender Verbesserungsbedarf bei der lokalen Versorgung. Wartezeiten für Therapieplätze müssen durch ein verbessertes Angebot deutlich reduziert werden.
Ich setze mich ein:
- für den Ausbau des Zugangs zu Psychotherapieplätzen (in Zusammenarbeit mit den Gesundheitskassen und benachbarten Landkreisen).
- für eine Unterstützung der Selbsthilfegruppen durch Bereitstellung geeigneter Infrastruktur und Mittel.
- für Präventionsarbeit und Bildungsarbeit in Bildungseinrichtungen.
FLINTA*-Gesundheit und reproduktive Rechte
Die Versorgungslage für FLINTA*-Personen ist oft besonders kritisch. Auch sind die Aufklärungs- und Informationsangebote mangelhaft.
Ich setze mich ein:
- für eine finanzielle Unterstützung von Hebammen und gegebenenfalls Einrichtung eines kommunalen Geburtshauses.
- für garantierten und sicheren Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen.
- für bessere, breit gefächerte, städtische inkludierende Beratungsangebote von FLINTA* für FLINTA*, um einen sicheren Ort für alle zu schaffen.
- für gezielte Bildungsangebote rund um FLINTA*-Themen, angelehnt an echte Erfahrungen von FLINTA*-Personen.
- für eine aktive Bekämpfung der Gender Health Gap und eine diskriminierungs- und stigmatisierungsfreie Behandlung von FLINTA*-Personen.






